BJÖRKLIDEN

eine hütte in lappland

  


Björkliden, ein kleiner Ort im Schwedischen Lappland, an der Strasse und Bahnstrecke zwischen Narvik und Kiruna. Ein Ort mit 24 permanenten Einwohnern, einem saisonal geöffneten Geschäft, einem Waschhaus und zwei Hotels für die Wintersaison.

 

Nahe des Ortes, etwa 15 Minuten Fußmarsch durch Tundra und Krüppelbirkenwald liegt abgeschieden, auf einer Anhöhe eine dunkelgelb gestrichene Hütte. Nein, eigentlich drei Hütten, eine Haupt- und zwei kleine Nebenhäuser, die nur aus einem Raum bestehen. Hinter dem Haus geht es relativ steil hinauf aufs Schwedische Fjell, in eine Gebirgslandschaft mit Bergen über 1000 Metern. Die Waldgrenze befindet sich nur knapp über der Hütte und Krüppelbirkenbestand rundum lässt Platz für einen grandiosen Blick aus dem Fenster der gemütlichen Stube über den Torneträsk, einen großen See, der sich gegenüber der Berge, auf der hinteren Seite des Haupthauses im Tal ausdehnt. An keinem anderen Platz habe ich so viel Zeit damit verbracht „aus dem Fenster zu schauen“, wie in der Hütte in Björkliden. Das Spektakel der Nicht-Untergehens-Wollenden-Sonne, des Wettes über dem weitläufigen See und der grün und rosa färbigen Nordlichter im Winter, fesseln mich jedes Mal von Neuem. Hier draußen im Wald brauche ich nicht viel, das Sein ist in gewisser Weise auf das notwendige reduziert, und ich finde Abstand von Unnötigem.

 

Die Hütte gehört Birgitta, einer langjährigen Freundin meiner Familie, und ist seit Jahren ein Stopp auf meinen vielen Reisen in Skandinavien und nach Spitzbergen. Oft bleibe ich nur für ein paar Tage, manchmal für ein paar Monate, an diesem inspirierenden und speziellen Ort. Die Winter sind klirrend kalt und lang, die Sommer kurz, kühl und stechmückenreich. Ein Paradies? Ja, ein Paradies!

 

Hier arbeitete ich an meiner Diplomarbeit und hier begann auch eine meiner grossen Reisen, der Radausflug von Lappland nach Sydney

 


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